Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Brüssel ist besetzt: Wie Soldaten für Sicherheit und Angst sorgen

Politik | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 04/15 vom 21.01.2015

Am belgischen Königspalast rauscht ein Militärlastwagen vorbei, hinten drinnen sitzen junge Soldaten und umklammern ihre Maschinengewehre. Nach den Vorfällen von Verviers im Osten Belgiens, wo zwei verdächtige Dschihadisten beim Schusswechsel mit der Polizei ums Leben kamen, ist das Land in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Polizei zeigt seit Tagen Präsenz, nun lässt der Staat auch seine Soldaten patrouillieren. Etwa in der Rue des Minimes in der Innenstadt, wo ein Pressefotograf zwei Soldaten anweist, wie sie ihre Gewehre halten sollen, bevor er abdrückt.

Nur wenige Schritte weiter befindet sich das Jüdische Museum, das mehrere Kameraden mit der Hand am Anschlag bewachen. Das Museum zählt zu den Angriffszielen der Dschihadisten. Erst im Vorjahr ermordete hier ein islamistischer Amokläufer vier Menschen. Die Soldaten sollen nun für Sicherheit sorgen. Ihr Anblick versetzt die Menschen auf der Straße aber eher in Panik.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige