Der Fremde im Spiegel

Mit "The Imitation Game" empfiehlt sich der britische Schauspieler Benedict Cumberbatch für den Oscar

Feuilleton | PORTRÄT: MICHAEL PEKLER | aus FALTER 04/15 vom 21.01.2015

Wenn der Mathematiker Alan Turing einen Witz erzählt, hören seine Mitarbeiter gebannt zu. Der Witz handelt von einem Bären, zwei Spaziergängern und vier Schuhbändern, und die Pointe besteht darin, dass es nicht entscheidend ist, wer am schnellsten laufen kann, sondern wessen Hemd einem im Augenblick der Gefahr am nächsten ist.

Alan Turing käme nie auf die Idee, sich auf solche Weise bei seinen Kollegen beliebt zu machen, er verfolgt einen autoritären Führungsstil und arbeitet am liebsten allein. Doch er hat den Ratschlag seiner einzigen Mitarbeiterin, Joan Clarke (Keira Knightley), befolgt. Und so bekommen die Mitglieder des Enigma-Teams, das Anfang der 1940er in Bletchley Park unweit von London den Geheimcode der Deutschen knacken soll, einen Apfel und einen Witz serviert, die ihnen die zermürbende Weiterarbeit schmackhaft machen sollen.

Dass Turing die meiste Zeit mit der Entwicklung einer Rechenmaschine verbringt, die gegen Ende von "The Imitation Game -Ein streng geheimes Leben"


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