Musiktheater Kritiken

"Mamma fehlt die Rama auf der Tochter Brot"

Lexikon | HR | aus FALTER 04/15 vom 21.01.2015

Gaetano Donizettis 1827 entstandene Farce "Viva la Mamma" über die "Inconvenienze teatrali" des Opernbetriebs, die Sänger, Regisseur, Dirigent und Theaterdirektor spöttisch auf die Schippe nimmt, spielt in einer nicht unwitzigen deutschen Fassung in einem österreichischen Provinztheater. Rolando Villazón lässt als bemühter Regieneuling kein Klischee aus und erlaubt immerhin Martin Winkler, sich als Mamma der zweiten Sängerin wirkungsvoll in Szene zu setzen, um bei der Produktion selbst mitzuspielen, nachdem zwei Hauptdarsteller die weitere Mitwirkung verweigert haben. Trotz einiger starker Belcantoszenen von Primadonna und Tenor (die die Oper ja eigentlich hat) wird bald alles bloß Schmäh-Klamauk und fade Pointenschleuderei. Es fehlt nicht nur die Rama ... und die schmeckt im Vergleich zu diesem Kostümtrash nicht so grauenhaft.

Volksoper, Mo 19.00 (bis 4.3.)


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