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Politik | aus FALTER 04/15 vom 21.01.2015

Guter und böser Stoff

Es gibt Skandale, die zwar allgemein bekannt sind, mit denen wir uns aber in unserem Alltag einfach arrangieren, die wir - mehr oder weniger gekonnt -ausblenden.

Einer dieser Skandale betrifft die Herstellungsbedingungen unserer Kleidung. In der aktuellen Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik beschreibt die Aktivistin Gisela Burckhardt eindrücklich, dass nicht nur sogenannte Billigmarken ihre Produkte unter miesesten Arbeitsbedingungen in Asien und speziell in Bangladesch herstellen lassen. Auch Hochpreis-Marken wie Hugo Boss beuten ihre Arbeiterinnen aus.

Burckhardt hat aber auch gute Nachrichten: In den vergangenen Jahren habe sich in der Branche vieles zum Positiven geändert. Es hätten sich "Unternehmenssiegel" für Betriebe gebildet, die Interesse an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen ihrer Zulieferer zeigen würden (eine Liste diverser beteiligter, durchaus namhafter Kleidungsfirmen findet sich etwa auf der Internetseite www.guterstoff.com).


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