Eine Musik, die Leben verändern kann

Mit dem US-Trio Sleater-Kinney meldet sich die beste Rockband der ausgehenden 1990er zurück

Feuilleton | FANBOY-REPORT: GERHARD STÖGER | aus FALTER 04/15 vom 21.01.2015

Bandreunionen laufen im Alternative-Bereich nicht anders ab als überall sonst. Mehr oder weniger alte Säcke stellen sich mit ihren Liedern von anno dazumal wieder auf die Bühne. Sie werden von Festival zu Festival gereicht, befriedigen nostalgische Gefühle und füllen damit das private Pensionsvorsorgekonto.

Die Mühe, neue Songs zu schreiben, machen sie sich zumeist erst gar nicht. Warum das auch gut ist, haben zuletzt die Pixies bewiesen. Die einstigen Indie-Ikonen belästigten die Welt 2014 nach mehr als zehnjähriger Reunion-Inkassotournee mit einem grotesk schlechten neuen Album.

Bei Sleater-Kinney verhält es sich praktisch gegenteilig. Das feministische US-Trio, das ursprünglich von 1994 bis 2006 aktiv war, sagt: "Nostalgie? Nein, danke!", und stellt neue Lieder an den Beginn einer Reunion, die sich irgendwie so ganz anders anfühlt, als Reunionen das für gewöhnlich tun. Sleater-Kinney nehmen einfach die Arbeit wieder auf, die sie einst zugunsten von Familienleben und anderen


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