"Den Mohammed zeichnen, das mache ich nicht"

Der Zeichner der Nation rang mit dem Tod. Manfred Deix über intime Erlebnisse auf der Intensivstation, Islam, Satire, das neue Spießertum und seine hier erstmals ausgestellten Aquarelle

GESPRÄCH: MATTHIAS DUSINI UND FLORIAN KLENK | Feuilleton | aus FALTER 05/15 vom 28.01.2015


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

In der Nacht auf Sonntag, um 1.42 Uhr, schickte Manfred Deix ein SMS, in dem stand, dass das Interview unmöglich erscheinen könne. Es tue ihm leid, sagte er, aber das dürfe auf keinen Fall ins Heft. „Ersparen wir uns die Blamage.“

Deix hatte am Freitagabend zwei Stunden im Gmoa-Keller Rede und Antwort gestanden. Es wurde ein bissiges Gespräch – über die Österreicher, über das Schustern, über den Islam, die Neue Frankfurter Schule, die ihn als jungen Zeichner prägte. Und über den Tod, der ihm verflucht nahe kam.

Es ging Deix an diesem Abend nicht gut. Der sonst so Gesprächsfreudige war nicht der Alte, wirkte eingefallen. Ein Abend mit ihm könne „schon ziemlich lustig“ sein, aber diesmal fehle ihm die Kraft.

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