Ehre, wem Ehre gebührt

Der Künstler Josef Schützenhöfer macht sich für eine breitere Gedenkkultur stark. Nun wurde er Opfer von Nazi-Schmierereien. Ein Stimmungsbild

Steiermark | REPORTAGE: GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 05/15 vom 28.01.2015


Foto: J.J. Kucek

Foto: J.J. Kucek

Es war Sonntag vor einer Woche, als die Familie Schützenhöfer die Schmierereien entdeckte. Auf ihrer Hausmauer, direkt an der Straße und augenfällig für jeden, der durch den Ort fährt, prangt ein Hakenkreuz und das Wort „Nazi“. Selbiges wurde auch auf das Auto gesprayt. Passiert ist das in der Nacht zuvor.

Naheliegend erscheint der Zusammenhang mit einem Artikel, der am Vortag in der Kleinen Zeitung erschienen war. Wohlwollend berichtet der Redakteur über die neueste Ausstellung Schützenhöfers, „Liberation Continued“, im GrazMuseum. Auch Künstler aus den USA und Russland haben sich darin mit den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung Österreichs durch die Alliierten auseinandergesetzt. „Schützenhöfer selbst“, steht im Artikel, „übt bissig-ironisch Kritik am örtlichen Kameradschaftsbund.“

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