Der mahnende Minister

Sebastian Kurz über Strafen und Sanktionen, die ihm jüngst einfielen

Politik | INTERVIEW: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 05/15 vom 28.01.2015

Österreichische Dschihadisten, die für den Islamischen Staat (IS) kämpfen, sollen die Staatsbürgerschaft verlieren. Das forderte Außen-und Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) vor einer Woche. Am Wochenende legte er nach: Schüler, die zu wenig Integrationswillen zeigen, sollen Sanktionen zu spüren bekommen. Deren Eltern droht er Verwaltungsstrafen an. Arbeitet der junge Minister gerade an einer groben Imagekorrektur?

Falter: Die vergangenen Jahre warben Sie mit dem Spruch "Integration durch Leistung" und präsentierten der Öffentlichkeit Integrationsvorbilder. Warum schwenken Sie plötzlich vom Lob hin zur Strafe?

Sebastian Kurz: Das ist überhaupt kein Schwenk, "Integration durch Leistung" bleibt unser Zugang. Aber man kann nicht Probleme leugnen, wenn sie vorhanden sind. Das ist vielleicht für Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der SPÖ neu, aber nicht für mich. Schon vor einem Jahr habe ich das Thema Schulpflichtverletzungen angesprochen und Verwaltungsstrafen

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