Wenn Schweine vor der Moschee liegen

Beschimpfungen, Angriffe vor Moscheen, Spuckattacken auf Kopftuchfrauen. Der Hass auf Muslime steigt

Politik | NACHSCHAU: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 05/15 vom 28.01.2015

Siebter Jänner, Paris, elftes Arrondissement. Die Terroristen Saïd und Chérif Kouachi stürmen die Redaktion der Satirezeitung Charlie Hebdo und radieren die halbe Redaktion aus.

Achter Jänner, Wien, dritter Gemeindebezirk. Unbekannte Täter glauben sich für die Bluttaten der Islamisten im Ausland an den Muslimen im Inland rächen zu müssen. Vier Worte schmieren sie in roten Großbuchstaben untereinander auf die Tuna-Moschee in der Adamsgasse: "Paris!", "Islam =", "Scheisse","raus".

Die Attacken sind nicht miteinander vergleichbar. Aber sie hängen zusammen. So wie im Sommer, als ein Scherge der Terrororganisation Islamischer Staat den Journalisten James Foley vor laufender Kamera hinrichtete. Wenige Wochen später überklebten Unbekannte das Straßenschild neben dem Islamischen Zentrum Wien mit einer Totenmeldung: "James Foley. Enthauptet". Und dann noch die ekelhafte Weihnachtsgeschichte: Rund um den Heiligen Abend klemmten Unbekannte einen Schweinsrüssel hinter die Türklinke der


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