Wie gedruckt

Pressekolumne

Medien | BARBARA TÓTH | aus FALTER 05/15 vom 28.01.2015

Das Mediengeschäft ist wahnsinnig schnelllebig; was heute auf Twitter oder Facebook aufregt, ist morgen schon wieder vergessen. Tageszeitungen, die früher den Takt vorgeben konnten, hecheln den Aktualitäten mit ihren gedruckten Ausgaben nur noch hinterher.

Und dann, dann erscheint der Spiegel mit einem Titelbild in acht Varianten, jedes mit einem Porträt eines oder einer Auschwitz-Überlebenden. "Die letzten Zeugen" heißt diese atemberaubende Covergeschichte. Damit erzählt uns der Spiegel nicht nur vom Schicksal dieser Juden und Jüdinnen und ihrer ganzen Generation, die leider bald nicht mehr am Leben sein wird.

Er zeigt uns auch, was guter Magazinjournalismus heute immer noch und immer wieder leisten kann. Er kann Chronist des Zeitgeschehens sein, mithilfe von Zeitzeugeninterviews und aufwendigen Recherchen, und damit im besten Sinne Zeitgeschichte mitschreiben.


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