Das Geister- schloss der Republik

Vom Raubkunstlager zum Weltmuseum und Haus der Geschichte: Kulturminister Ostermayer hat große Pläne für die Neue Burg. Nicht alle finden sie gut

Feuilleton | GHOSTHUNTER: MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 05/15 vom 28.01.2015

Der Spatenstich war für Jänner 2015 vorgesehen, die feierliche Eröffnung des Weltmuseums Wien für Ende 2016 angekündigt. Stattdessen warnen nun Schilder: Achtung, Sperrzone! Und Direktor Steven Engelsman wendet sich auf der Website mit einer Videobotschaft an das Publikum. Die Ausschreibung der Bauarbeiten sei bereits vorbereitet gewesen, da habe Minister Josef Ostermayer (SPÖ) die Stopptaste gedrückt. "Der Minister sagt: Das Weltmuseum Wien ist ihm zu groß."

Was sich bereits im Dezember abzeichnete, ist nun fix. Das ehemalige Museum für Völkerkunde (MVK) im rechten Flügel der Neuen Hofburg wird nicht in der geplanten Form realisiert. Im Winter 2013 hieß es, dass für die Neuaufstellung der ethnografischen Sammlungen auf insgesamt 4600 Quadratmetern staatliche Gelder in der Höhe von 25 Millionen Euro zur Verfügung stehen würden. Plötzlich gibt es nur mehr 16,6 Millionen Euro. Und die Ausstellungsfläche ist auf 3900 Quadratmeter geschrumpft. Die eingesparten Räume und Millionen


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