Wenn der Arlberg leise "Hilfe" ruft

Zwei Autoren veröffentlichten ein Buch über die Geschichte der Skikultur am Arlberg. Auch Putin und Schah Reza Pahlavi kommen vor

Politik | REZENSION: JOHANN SKOCEK | aus FALTER 05/15 vom 28.01.2015

Der neue Gott ist der Gott der Geschwindigkeit, ein grausam fordernder Gott. Er ist gefühllos und gar nicht zum Spaßen aufgelegt. Auch ist er unersättlich. Füttere ihn mit hundert Stundenkilometern und er will deren sofort hundertundzwanzig haben."

Ist dieser Satz eine kritische Bemerkung zum Geschwindigkeitsrausch, den der alpine Skiweltcup dieser Tage wieder mit den "klassischen" Abfahrten von Wengen (Schweiz) und Kitzbühel feiert? Mitnichten, der Text ist 81 Jahre alt und stammt aus dem Buch "Skiheil! Skikurs für eine Freundin" des deutschen Alpinisten, Skirennfahrers und Schriftstellers Henry Hoek (1887-1951).

1934 ist die Entzauberung der Winterwelt bereits in vollem Gang. Massen von naturhungrigen Gästen stürmen den Arlberg, kaum ein Hang, auf dem sich an schönen Tagen nicht ein Netzwerk an Spuren abzeichnet. Heute hat sich der Arlberg immerhin gegen den Massentagestourismus abgegrenzt, dort werden keine Tageskarten mehr verkauft.

Der Norweger Fridtjof Nansen entfachte 1891


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