Die Wiedergeburt eines Stars

In dem Theaterfilm "Birdman" schwingt sich Ex-Batman Michael Keaton zu alter Größe auf

Feuilleton | FILMKRITIK: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 05/15 vom 28.01.2015

Zuerst rast ein gewaltiger Meteor auf die Erde zu und verglüht binnen Sekunden in der Atmosphäre. Dann schwebt Riggan Thomson, Ex-Superheldendarsteller in Hollywood (verkörpert von Ex-Batman Michael Keaton), im Yogasitz in seiner Garderobe. Und schließlich kracht noch seinem Co-Star bei einer Probe auf der Bühne plötzlich ein Scheinwerfer auf den Kopf; macht nichts, der war eh furchtbar.

Kein Zweifel, in dem Film "Birdman (oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" geht es von Anfang an nicht mit rechten Dingen zu. Erzählt wird die Geschichte besagten Schauspielers, der sein Vogelkostüm vor Jahren an den Nagel gehängt hat und nun, mit 60 plus, seine allerletzte Chance gekommen sieht, etwas Bleibendes zu schaffen.

In einem versifften Theater am Broadway, in dem angeblich einst auch Marlon Brando auf der Bühne stand, will Riggan Thomson seine Adaption einer Kurzgeschichte von Raymond Carver herausbringen. In diese Produktion investiert er alles, was er noch hat: sein Barvermögen,


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