Nüchtern betrachtet

Die Naschlade ist offen, der Ellbogen isst mit!

Feuilleton | aus FALTER 05/15 vom 28.01.2015

Wie ein Drittel aller Briten (siehe Christian Zaschke: "Little Britain", S. 109 f.) nehme auch ich mir vor, im Jänner "nichts" zu trinken. Wie , gelingt mir das in der Regel, wobei ich da nicht arg dogmatisch bin: Vier Wochen sind genug, und wenn sich am Tag 27 eine schöne Mitsaufgelegenheit ergibt, sind's halt nur 26 Tage gewesen.

Der nicht ganz geringe Schaden, den die Wirte durch mein jämmerliches jännerliches Ausbleiben erleiden, wird in den Folgemonaten wieder repariert, gesamtwirtschaftlich gesehen mache ich meinen Ausfall sowieso synchron wett, weil ich die Alkoholabstinenz durch gesteigerte Naschhaftigkeit kompensiere und zu Jahresbeginn mehr Schokolade vertilge als im Rest des Jahres. Und obwohl ich dem seit Jahren bizarre Kapriolen schlagenden Connaisseurtum auf diesem Sektor mit großer Skepsis gegenüberstehe (im Sozialismus gibt's dann Kochschoko für alle), muss ich gestehen, dass die neue Pecan Noir 70 % mit Meersalznote von Suchard schon voll der Hammer ist.

Die Zeit,


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