Basics Grundkurs Kochen (282)

Auf den Bällen tut man balzen, hier lernen wir das richt'ge Salzen

Stadtleben | CW | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015

Woran erkennt man Menschen, die von Kochen keine Ahnung haben? Daran, dass sie das Nudelwasser mit dem Salzstreuer salzen. Menschen, die so tun, als hätten sie eine Ahnung, nehmen die Salzmühle. Beides ist falsch. Salzstreuer und -mühle nämlich haben in der Küche nichts verloren. Und wie bitte, fragen jetzt womöglich die ganz Ahnungslosen, kommt dann das Salz in die Suppe?

Schnell also alles noch mal zurück zum Start, zu den Basics: In der Küche salzt man mit der Hand. Und damit Köchin und Koch mit den Fingern gut an das Natriumchlorid (NaCl) kommen - wir verwenden lieber Meersalz als die jodierte Version aus den Bergen -, muss es immer gut griffbereit und noch besser greifbar sein. Großmutters Salzfässlein braucht's dafür gar nicht. Wer nicht mit den Fingern direkt in die Salzpackung will (z.B. weil man im Eifer des Kochgefechts vielleicht dann doch ein bisschen rumsaut), gibt das Salz einfach in ein Marmeladenglas mit Schraubdeckel; das lässt sich beizeiten auch abwaschen.

So, und jetzt zu den Mengen. Die berühmte "Prise Salz", in der salzarmen Küche sehr beliebt, entspricht 0,04 Gramm und bezeichnet das, was zwischen Daumen und Zeigefinger passt. Um mehr zu erwischen, greift man mit allen Fingerspitzen einer Hand ins Salz. Fürs Nudelwasser muss man das zwei, drei Mal machen. Gar nicht machen: direkt aus dem Salzbehälter salzen.

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