Ein Platz für das Haus unserer Geschichte

Österreich stiftet sich spät, aber doch ein Zeitgeschichte-Museum. Die Historiker Oliver Rathkolb und Matti Bunzl erklären die Hintergründe

Politik | Interview: Matthias Dusini, Barbara Tóth | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015

Das so lang geplante und darüber fast schon in Vergessenheit geratene "Haus der Geschichte" wird jetzt doch verwirklicht. Aber statt Applaus gibt es zuerst einmal Kritik am Jahrhundertprojekt, vor allem deswegen, weil es in die Neue Burg am Heldenplatz einziehen wird und das ebenfalls dort beheimatete Weltmuseum Flächen verliert. Der Leiter des wissenschaftlichen Beirats, Zeithistoriker Oliver Rathkolb, und Beiratsmitglied Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums, über den verpatzten Start und die Chancen, die sie dennoch sehen.

Falter: Herr Professor Rathkolb, vieles am Zustandekommen des Hauses der Geschichte wirkt erratisch. Warum etwa hielt die Politik die vielen Vorstudien zum Projekt unter Verschluss?

Oliver Rathkolb: Warum manche Machbarkeitsstudien unter Verschluss waren, müssen Sie die Politik und Bürokratie fragen. Eine meiner ersten Bitten war, sie für uns als wissenschaftlicher Beirat und die Öffentlichkeit freizugeben. Das wird jetzt auch passieren. Damit können wir verlorenen


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