Ein Trottel kommt selten allein

Die US-Komödie "The Interview" zieht mit Giftpflastern und Analwitz gegen Nordkorea los

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015

Dave Skylark ist ein Trottel, allerdings ein Trottel mit eigener Fernsehshow. Abend für Abend legt er die Stirn in Falten und versucht seinen Interviews mit Prominenten wie Rapper Eminem durch angestrengtes Grimassieren irgendeine Bedeutung zu verleihen: "Was genau meinen Sie mit schwul?"

1000 Sendungen lang geht das jetzt so. Zum zehnjährigen Jubiläum muss ein seriöser Scoop à la "David Frost interviewt Richard Nixon" her. Schon macht sich Aaron Rapaport, Daves bester Freund und Produzent, an die Arbeit, ein Interview mit Kim Jong-un in Nordkorea zu vereinbaren.

Dass ein Diktator Fan einer Talkshow ist, soll durchaus schon vorgekommen sein, aber dass sich Geheimdienste ausgemachter Trottel bedienen, um die Drecksarbeit für sie zu erledigen, gibt's wohl doch nur in Hollywood. Dave (James Franco) und Aaron (Seth Rogen) jedenfalls erhalten ein Giftpflaster, das zwölf Stunden nach Hautkontakt mit dem Feind tödliche Wirkung zeigt, und den Auftrag, Kim auszuschalten.

War da was? Ja genau,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige