Zwischen all den Stühlen

Seit 20 Jahren gibt es das Designstudio EOOS. Das Wiener Trio ist weltweit erfolgreich. Zum Jubiläum gibt's im Mak die Werkschau

Stadtleben | Laborbesuch: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015


Foto: Paul Prader

Foto: Paul Prader

So geht Entwerfen. In einer gläsernen Vitrine sieht man den fertigen Büro-Drehstuhl, den sich das Wiener Designstudio EOOS 2006 für einen kanadischen Hersteller ausgedacht hat. Und eine Menge Vorstudien, Aufbauten aus Sperrholz und Gummiseilen, Sammlungen von Bildern anderer Modelle und Menschen, die in den absurdesten Positionen sitzen. Dazwischen rasche Bleistiftskizzen und technische Diagramme.

„Poetische Analyse“ nennen die EOOS-Designer den Prozess, der all ihren Arbeiten zugrunde liegt, und man wird das künstlerisch-analytische Moment nicht bei allen Projekten so gut erkennen können wie bei der Ausstattung der Adidas Originals Stores in New York, Berlin oder Wien. Ein Straßenmarkt, auf dem die Händler ihre Ware auf ausgebreiteten Teppichen feilbieten, war die Grundidee für die Adidas-Displays, EOOS entwarfen 2002 ein System aus „fliegenden Teppichen“ für die Retro-Sportsachen. Das System ermöglichte schnelle Umbauten, der Kassentisch war gleichzeitig DJ-Pult, der Store ließ sich blitzschnell zum Club umbauen.


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