Technik Dinge, die uns brauchen

Die besten Nachschlagewerke für die Jackentasche

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015

Wer früher etwas wissen wollte und ein bisschen anspruchsvoller war, griff zum "Großen Brockhaus". Als das Universallexikon 2005 zum letzten Mal erschien, hatte es 30 Bände mit rund 300.000 Einträgen, zusammengestellt von 70 Redakteuren und über 1000 Autoren. Heute klickt man auf Wikipedia, dort findet man allein 1,7 Millionen deutschsprachige Einträge, die von einer offenen Autoren-Community betreut werden. Eine Reihe von Apps bauen auf den Inhalten der Online-Enzyklopädie auf. Von Wikipedia selbst gibt es eine kostenlose App, mit der man nicht nur bequem auf sämtliche Artikel zugreifen kann, sondern auch auf Einträge zur näheren Umgebung, außerdem lassen sich einzelne Artikel herunterladen.

Besonders Wissbegierige greifen am besten zu "Wikilinks". Für vier Euro bietet die aufwendig gestaltete App (nur iOS) tolle Features, von Suchfunktionen innerhalb der Beiträge bis zu Linkmaps, die thematische Zusammenhänge darstellen. Noch mehr Wissen bietet "Everywiki", damit kann man über Wikipedia hinaus noch auf weitere Wikis zugreifen, es gibt eine Suchfunktion innerhalb der Einträge und die Möglichkeit der Offline-Nutzung. Wer sich trotz allem lieber auf traditionelle Lexika verlässt, legt sich am besten die "Encyclopædia Britannica" zu, die nicht nur hervorragende redaktionelle Beiträge bietet, sondern auch eine Volltextsuche und ein Stichwortverzeichnis. Mit 18,99 Euro ist sie zwar nicht ganz billig, aber dafür hat man einen Lexikonklassiker in der Jackentasche.

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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