Baumeister unter sich

Im Winter trifft man keine Nackerten an der Dechantlacke. Dafür die Biber

Stadtleben | Spaziergang: Birgit Wittstock | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015

In die Lobau fährt der Wiener am liebsten, wenn es badewarm ist. Die einen, um mit dem Hund oder den Nordic-Walking-Kollegen durch den Auwald zu flanieren - natürlich nicht, ohne im Knusperhäuschen auf eine Jause einzukehren - oder um mit dem Fahrrad ein paar Kilometer im Grünen abzuspulen. Die anderen, um sich - meistens nackt - an den Ufern der Panozza- oder Dechantlacke zu aalen.

Dort an den Lacken kennt man sich; bei vielen der Nacktbader hat man fast schon den Eindruck, sie würden in der Lobau wohnen: Die Reviere sind klar abgesteckt, ganz so, als würden unsichtbare Handtücher die einzelnen Wiesenabschnitte markieren. Tagsüber verkaufen fliegende Händler Biere, belegte Brote und selbstgebackene Kuchen aus Kühltaschen, abends hallen Trommeln, Gitarren und Didgeridoos über das Wasser. Dazu kiffen oder auch einmal auf ein bisschen LSD, Ecstasy oder Mushrooms turnen, unterlegt mit Goa-Sound. Es ist immer etwas los, in der sommerlichen Lobau.

lm Winter hingegen sieht es rund um


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