Kommentar Kulturpolitik

Abgestellt und nicht abgeholt: der Plan vom Haus der Geschichte


Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015

Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) macht dem Warten ein Ende. Seit Jahrzehnten wird die Errichtung eines historischen Museums der Republik Österreich diskutiert, nun kündigte der Minister an: Das Haus der Geschichte kommt.

Der wissenschaftliche Beirat unter der Leitung des Wiener Historikers Oliver Rathkolb (siehe auch S. 14) kann auf zahlreiche Vorarbeiten aufbauen. Zuletzt erstellte die Museumsplanerin Claudia Haas im Auftrag des ehemaligen Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer im Jahr 2008 eine Studie, die nach den vorgezogenen Neuwahlen wieder in der Schublade verschwand.

Über einen Mangel an Historie kann sich das Land nicht beklagen. Gerade Wien ist eine Stadt, in der sich der Besucher die Frage stellt: Wo hört hier das Museum auf? Ein Haus der Geschichte hätte dennoch eine Berechtigung.

Wie kann das identitätsbildende Wissen über Kriege und Demokratie von den Schulbüchern in eine begehbare, dreidimensionale Form gebracht werden? Die antifaschistischen Denkmäler und das Jüdische

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