Vom Flüchtlingskind zur Mäzenin

Die Nazis vertrieben Stephanie Shirley aus Wien. In London wurde sie zur Soft ware-Millionärin

Politik | Gespräch: Wolfgang Zwander | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015

Im Jahr 1939, Österreich gibt es nicht mehr, lebte in Wien ein kleines Mädchen namens Vera Stephanie Buchthal. Aus der kleinen Vera, Tochter eines deutschen Juden, die als Fünfjährige ohne ihre Eltern vor den Nazis mit dem Zug nach London flüchtete, ist die 81-jährige Philanthropin Stephanie Shirley geworden. Im Jahr 2000 wurde sie von Prinz Charles zur Dame des Britischen Empire erhoben. Shirley machte in der britischen Software-Industrie Karriere, beschäftigte tausende Mitarbeiter, wurde zur Millionärin und spendete einen Großteil ihres Reichtums für wohltätige Zwecke. Um in ihrem männlich dominierten Arbeitsumfeld ernst genommen zu werden, signierte sie Briefe zeitweise mit "Steve Shirley". Steve ist bis heute ihr Spitzname. Am 12. Februar kommt Shirley zu den Wiener Stadtgesprächen nach Österreich (siehe auch Kasten).

Falter: Frau Shirley, als Kind haben Sie bei Dortmund und in Wien gelebt und auch Deutsch gesprochen. Beherrschen Sie die Sprache heute noch?

Stephanie Shirley:


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