Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015

Was für ein Glück: Barbara Blaha ist zurück. Der Urlaub war sehr schön, sagt sie, während sie sich durch den Schutthaufen im zweiten Stock gräbt. Ohne sie ist die halbe Bude zusammengebrochen, nun schaufelt sie Daniel Car, Marion Großschädl, Reinhard Hackl, Oliver Hofmann und Raphael Moser frei, die um Hilfe keuchen.

Blaha hat einen lebenswichtigen Job; sie ist die Schnittstelle zwischen Redaktion, Layout und Lektorat. Damit das Werkl läuft, muss die Liebe manchmal auch bös werden. Etwa wenn Redakteure, deren Namen aus egoistischen Gründen unerwähnt bleiben, ihre Texte nicht zum versprochenen Zeitpunkt abgeben. Dann steht nämlich das Layout, das Lektorat und im schlimmsten Fall auch der Zeitungsausträger. Um das zu verhindern, greift Blaha rechtzeitig zum Hörer und flüstert dem Redakteur ein paar Worte durch die Leitung. In der Regel hat das Layout den Text, wenn Blaha den Hörer wieder auflegt.

Gut aufgelegt ist die Falter-Redaktion auch, weil Birgit Witt stock wiederkehrte. Gerade noch rechtzeitig, um sich nächste Woche die Auszeichnung als "Wiens Lokaljournalistin des Jahres" abzuholen, zu der sie die wichtigsten Journalisten Österreichs kürten. Im Preise-in-die-Höhe-Stemmenund-"Jawoll! Jawoll! Jawoll!"-Schreien hat die Dame aus dem Stadtlebenressort ja bereits Routine. Erst im Herbst hat sie den Winfra-Journalistensonderpreis entgegengenommen. So viel Ruhm beschert ihr in der Redaktion natürlich einen dicken Bonus. Wittstock darf jetzt fast alles.

Außer einen Text zu spät abgeben.


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