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Die Glosse vom Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 06/15 vom 04.02.2015

Man soll Verbrechen nicht glorifizieren. Aber bei manchen kommt man nicht umhin, die Kaltschnäuzigkeit der Täter ein wenig zu bewundern - und ihnen zu wünschen, dass ihre Tat möglichst wenig Konsequenzen haben möge.

Unvergessen zum Beispiel eine Begebenheit aus dem Jahr 2012: Ein Kärntner, 17, kommt zum Mercedes-Händler von einer Probefahrt nicht mehr zurück. Stattdessen holt er seine Freundin, 16, ab. Dann fahren sie in ein Hotel in Obertauern und verjuxen dort 1800 Euro im Restaurant-und Wellnessbereich, ohne zu bezahlen. Schließlich ruft das Personal die Polizei.

Oder vor wenigen Tagen in Wien-Meidling: Ein Schüler, 19, bricht in eine Trafik ein. Er stiehlt eine Getränkedose und zwei Packungen Zigaretten. Eine zündet er sich gleich an. Als die Polizei kommt und fragt, was er da tue, sagt er: "Einbrechen." Wer selbst in so einer Situation entwaffnend ehrlich bleibt, dem wünscht man lediglich eine väterliche Abmahnung: "Burschi, wer einbricht, landet im Häfn! Und wer raucht, der landet im Sarg!"


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