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Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 07/15 vom 11.02.2015

Hey, ihr Dschihadisten da draußen! Ihr, die ihr den Redaktionen in ganz Österreich neue Sicherheitsvorkehrungen eingebrockt habt! Wisst ihr, wie lustig das ist, wenn man mit zwei schweren Sackerln in der Hand die Stiegen hinaufkeucht und dann vor der verschlossenen Falter-Tür steht, die all die Jahre über offen war?

Gar nicht lustig. Jedes Mal die elektronische Schlüsselkarte suchen, die irgendwo im Rucksack verstaut ist. Dafür Sackerln abstellen, den Rucksack abnehmen, ausleeren, Karte rausnehmen, Rucksack wieder einräumen, wieder hinten auf den Buckel schnallen, Karte zum elektronischen Schloss hinhalten, Türe mit Fuß öffnen, Karte in Mund klemmen, Sackerln wieder aufnehmen, sich mit dem Körper gegen die Tür stemmen. Jeden Tag Schlüsselkarte! War es das, was ihr wolltet!? Für euren Scheiß unbescholtene Journalisten nerven!? Mögen eure 72 Jungfrauen 156 Jahre alt sein und längere Bärte als ihr tragen!

Apropos Scheiß: Bilderbuch, so hieß es in der vorwöchigen Redaktionssitzung, in der manchmal obszöne Worte fallen, die von niemandem aufgeklaubt werden, sei zur Zeit "der heißeste Scheiß". Die Band hat mit "Maschin" und "Om" Lieder geschaffen, die sich durchs Ohr wurmen und im Kopf bleiben. Weil in unseren Reihen mit Gerhard Stöger ein echter Popexperte tanzt, der Schallwellen in schöne Worte verwandeln kann, war klar, wer die coolen Typen interviewen wird: Gerhard Stöger.

Noch ein Tipp für die Dschihadisten: Seid weniger Maschin und mehr Om. Dann klappt's auch mit den Frauen.


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