Kurzhinweise Was Sie nicht versäumen sollten

Lexikon | aus FALTER 07/15 vom 11.02.2015

Der Tramp und der Staatsmann Charlie Chaplin und Winston Churchill - ein heißes Duo. Als zwei der berühmtesten Männer des 20. Jahrhunderts werden sie oft bezeichnet. Der eine gab gerne den armen Tramp, der andere war ein großer Staatsmann. Im wirklichen Leben waren sie befreundet, der gebürtige Vorarlberger Literat Michael Köhlmeier hat sie für seinen Roman "Zwei Herren am Strand" (Hanser) nochmals zusammengespannt. Und da gibt es noch einen Begleiter, den "schwarzen Hund." Er steht für die Depression, die beide immer wieder heimsucht. Sie verpflichten sich einander beizustehen, wenn sie auftaucht. "Zwei Herren am Strand" ist ein "als Roman verkleideter Essay über das Komische", stand in der Falter-Kritik zu lesen, "ein verstörend virtuoses Stück Literatur, in dem die Freude am Fabulieren und das Spiel mit Spiegelungen, Verdoppelungen sowie selbstverständlich und sowieso dem Motiv des Doppelgängers (das von E.T.A. Hoffmann bis Sigmund Freud als Insigne des Unheimlichen gilt) einen veritablen Vertigo, vulgo Drehschwindel, verursachen". Literaturhaus, Graz, Do (12.2.), 20.00

Ein Dreierpaket Theater Wie gesagt, aller guten Dinge sind drei, in diesem Fall: Das Theater im Keller lässt am Freitag, Samstag und Donnerstag um 20.00 Uhr die "Komödie vom Ende der Welt" vom Stapel, ein Stück von Evald Flisar. Im Haus einer Nymphomanin lebt ein junger erfolgloser Autor ... verheißungsvoll genug? Erstmals in Graz zu sehen ist "Chivalry is dead", eine Performance von Alexander Gottfarb und Alex Deutinger. Sie setzen sich im Forum Stadtpark mit mittelalterlichen Vorstellungen von Moral und Männlichkeit auseinander (Do 12.2., Fr, Sa, 20.00). Und im Schauspielhaus ist "Le Passé -Das Vergangene" zu sehen, nach dem Film des Oscar-Preisträgers Asghar Farhadi (Sa, 19.30).

Schmeckt bittersüß!

Das einst als dogboy! bekannt gewordene Grazer Duo Spring and the Land pflegt nun schon seit einigen Jahren seinen Weird-Folk-Kräutergarten. Was da wächst, schmeckt bittersüß und nicht selten ungewöhnlich. Auch gut: die junge Grazer Formation Saint Chameleon im Vorprogramm.

Orpheum, Graz, Do (12.2.), 20.00


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