Technik Dinge, die uns brauchen

Google Übersetzer: Dolmetschen (fast) in Echzeit

Medien | PRÜFBERICHT: THOMAS VAŠEK | aus FALTER 07/15 vom 11.02.2015

Seit Jahrzehnten träumen Technologievisionäre von einem "Universalübersetzer", einem System, das in Echtzeit zwischen beliebigen Sprachen dolmetschen kann.

Von der Utopie ist man zwar noch ein Stück weit entfernt. Vor allem beim gesprochenen Wort haben die einschlägigen Programme immer noch Schwierigkeiten. Aber in sehr vielen Alltagssituationen muss die Übersetzung nicht perfekt sein, oft genügt es durchaus, den Sinn eines Satzes halbwegs zu verstehen. Viel wichtiger als die grammatikalisch richtige Übersetzung ist der Bedienkomfort.

Das war wohl die Idee hinter Googles kostenloser App "Google Übersetzer" für Smartphones und Tablets. Man muss nur die beiden Sprachen einer Konversation auswählen und vor dem Sprechen auf den Mikrofon-Button drücken, das Programm gibt dann die Übersetzung über den Lautsprecher aus. Anschließend ist der andere Gesprächspartner an der Reihe. Auf diese Weise kann man durchaus einfache Dialoge führen. Zugleich lernt das Programm ständig via Internet dazu, um die Qualität der Übersetzungen zu verbessern.

Der zu übersetzende Text lässt sich auch per Tastatur oder handschriftlich eingeben. Ein faszinierendes Feature ist die Kamera-Funktion. Man hält die Smartphone-Kamera über einen einfachen Text, etwa ein Schild -und bekommt die Übersetzung direkt ins Bild eingeblendet.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige