Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Indoor-Grätzel V: die Shopping-Vision

Stadtleben | LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER | aus FALTER 07/15 vom 11.02.2015

Dass Wiens erstes Einkaufszentrum 1962 gerade im bieder-bürgerlich-barocken Hietzing Platz fand, erscheint vom heutigen Standpunkt aus erstaunlich. Aber immerhin: Die Architektur von Traude und Wolfgang Windbrechtinger im typischen Roland-Rainer-Stil hat nicht nur immer noch Relevanz, das ganze Hietzinger Ekazent wirkt extrem fit und gut in Schuss. Kein einziges leerstehendes Lokal, der Geschäftemix wirkt harmonisch beziehungsweise im Sinne dieser Rubrik erfreulich, da ein relativ hoher Anteil der Verkaufsfläche kulinarisch genutzt wird. Dass es das Kino nicht mehr gibt (das allerdings schon seit über 35 Jahren), ist natürlich schade.

Ein bisschen retro schon Was es natürlich noch gibt, ist das Restaurant Otto, wobei man jetzt auch nicht genau sagen kann, wie lange schon, seit den 60ern jedenfalls nicht. Wofür die Karte allerdings kaum Zeugnis ablegt: Bei Backerbsensuppe, Enten-Terrine, Hirschmedaillons mit Kroketten und Preiselbeer, gebackener Hühnerleber und Kastanienreis könnte


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