Kolumne Außenpolitik

Waffen oder keine Waffen, das ist die Frage in der Ukraine

Falter & Meinung | FRANZ KÖSSLER | aus FALTER 07/15 vom 11.02.2015

Die hektischen Bemühungen, die Kämpfe in der Ukraine unter Kontrolle zu bekommen, zeigen, wie brandgefährlich sie geworden sind. Europas schönes Ideal von liberalen Gesellschaften, sozialem Wohlstand und Frieden, das wir als garantiert betrachtet hatten, wird plötzlich von einem lokalen Konflikt gefährdet, der zu einer Konfrontation zwischen Russland und dem Westen zu werden droht. Eine Lösung der Krise ist ohne ein Mindestmaß an Vertrauen über die Fronten hinweg unmöglich. Das aber ist zurzeit nicht gegeben.

"Das größte Problem ist das wachsende Gefühl des Misstrauens", warnt Hans Kristensen von der Federation of American Scientists. Der liberale Think-Tank analysiert Krisen unter dem Aspekt der atomaren Bedrohung. Er ist nach dem Weltkrieg von kritischen Wissenschaftlern gegründet worden, die an der Entwicklung der Atombombe beteiligt waren.

Noch immer, sagt Kristensen, sei der begrenzte Einsatz taktischer Atomwaffen in bestimmten Gefechtssituationen Bestandteil der offiziellen


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