Matana Roberts verschafft sich Raum mit einem Avantgarde-Jazz-Fiebertraum

Feuilleton | Musikkritik: David Mochida Krispel | aus FALTER 08/15 vom 18.02.2015

Zwölf Alben sollen es insgesamt werden, auf denen die Jazzmusikerin Matana Roberts aus Chicago mit wechselnden Mitteln ihre eigene Geschichte und die ihrer bis in die Zeiten der Sklaverei zurückreichenden Ahnen erzählt. Kapitel eins hat die 36-Jährige 2011 mit 15 Musikern live vor Publikum umgesetzt, das Ergebnis erinnerte an die großen politischen Jazzarbeiten von Max Roach, Sonny Rollins und Charles Mingus.

Kapitel zwei schrumpfte die Band 2013 bereits auf ein Quintett ein, "Coin Coin Chapter Three" geriet nun überhaupt zur eigenwilligen Soloarbeit. Roberts nennt ihre kompositorische Methode "Panoramic Sound Quilting"; die Materialien, die sie verwebt, sind reichhaltig. Auf der Suche nach Field-Recordings besuchte sie diesmal den amerikanischen Süden, den sie als einen Ort beschreibt, der ihr fremd sei wie kein zweiter auf der Welt.

Stimmen brachte sie mit von dieser Reise, Flora, Fauna und Ambiente. In den zwölf Stücken des Albums zitiert sie Songs des 19. Jahrhunderts, sie sampelt


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