Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Nach Kopenhagen: der neue Krieg aller gegen alle


Von Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 08/15 vom 18.02.2015

Attentat, diesmal in Kopenhagen. Eine neue Stufe der terroristischen Verschärfung. Wo über Meinungsfreiheit diskutiert wird, gar von Menschen, die Mohammed einmal karikiert haben, dort ist man seines Lebens nicht mehr sicher. So lautet die Botschaft. Kopenhagens Zeitung Jyllands-Posten hatte 2005 mit dem Abdruck von zwölf Mohammedkarikaturen den Vorwand für Proteste in der islamischen Welt geliefert, die hundert Menschen das Leben kosteten. Die Zeitung und ihre Zeichner müssen seitdem Tag und Nacht bewacht werden.

Zugleich ging es in Kopenhagen gegen die jüdische Gemeinde. Stellvertretend für Israel sollen Juden getroffen werden. Der Antiliberalismus der Islamisten kommt stets zugleich als Antisemitismus daher, als möchte er uns daran erinnern, dass die jüdischen Gemeinden Religionsfreiheit als Menschenrecht genießen. Wie übrigens auch islamische und anderen religiösen Gemeinschaften, solange deren Prinzipien nicht gegen jene des liberalen Rechtsstaats verstoßen.

Ob die Täter

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