"In Verstoß geraten"

Die Justiz leistet sich rund um den Entzug der elektronischen Fußfessel von Hannes Kartnig eine Panne nach der anderen

Politik | Akteneinsicht: Florian Klenk | aus FALTER 08/15 vom 18.02.2015

Mitte Januar erhielt das Grazer Straflandesgericht einen kleinlauten Brief aus dem Grazer Gefängnis. Der Leiter des Vollzugsbereichs der Justizanstalt Jakomini legte darin eine interne Schlamperei offen.

Ex-Sturm-Graz-Präsident Hannes Kartnig, so die Beichte des Beamten, habe bereits Ende November ein Rechtsmittel gegen den Entzug seiner Fußfessel eingelegt. Doch leider sei Kartnigs Einschreiben irgendwo "in Verstoß geraten" und "keiner weiteren Bearbeitung" zugeführt worden.

Der ehemalige Vereinspräsident ist aber nicht nur Opfer von Schlamperei, sondern vermutlich auch Leidtragender einer ziemlich willkürlich agierenden Justiz, die auf Zuruf der Medien die subjektiven Rechte eines Strafgefangenen nach dem Rechtsempfinden des Volkes ausrichtet.

Was ist geschehen? Im Jahr 2010 wurde Hannes Kartnig wegen Steuerbetrugs zu einer Freiheitsstrafe in der Höhe von 15 Monaten verurteilt, im Juni 2014 trat der die Strafe an. Wie jedem anderen vergleichbaren Insassen auch wurde ihm eine elektronische


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