Bondage mit Blümchen

Warum die BDSM-Romanze "Fifty Shades of Grey" doch etwas für Feministinnen ist

Feuilleton | Kinobesuch: Matthias Dusini | aus FALTER 08/15 vom 18.02.2015

Mit richtigem BDSM habe das nichts zu tun, sagt Andrea Braidt, Vizerektorin der Akademie der bildenden Künste. Wir sitzen im Foyer des Wiener Haydn-Kinos, in dem soeben die Pressevorführung von "Fifty Shades of Grey" stattgefunden hat. Während des Films lachte die Theoretikerin, zu deren Forschungsschwerpunkten Horror und Pornografie gehören, einige Male laut auf.

Zu klischeehaft ist die Rollenverteilung zwischen dem supersmarten Unternehmer Christian Grey (gespielt von Jamie Dornan) und der süßen Unschuld Anastasia (Dakota Johnson). Und statt der erwarteten Darstellungen des lustvollen Spiels von Dominanz und Unterwerfung zeigt der Film vor allem einen Flirt.

"Tollpatschiges Mädchen dringt in Machtzentrale vor und stellt sich durch die Hilfe eines dominanten Chefs auf eigene Beine: Dieser Plot erinnert mich an den Film 'Der Teufel trägt Prada'", erläutert Braidt. In David Frankels Film von 2006 spielte Anne Hathaway eine Praktikantin, die sich allmählich von ihrer allmächtigen


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