Verbote verleihen keine Flügel

Das Teufelszeug der Stunde heißt Energydrink. Bringt 's ein Verbot für Teenies?

Stadtleben | Überblick: Birgit Wittstock | aus FALTER 08/15 vom 18.02.2015

oca-Cola als zeitübergreifendes Sinnbild der Jugendkultur war gestern. Heute reicht der braune Sprudel mit dem bisschen Koffein nicht mehr aus, um die Jugendlichen an den Puls der Zeit heranzuführen. "Besser geht's mit Coca-Cola" wurde längst von "Red Bull verleiht Flügel" abgelöst. Und wie einst Coca-Cola, das anfangs als Medizin beworben wurde und sich an städtische Kopfarbeiter,

die unter Müdigkeit, Kopfschmerzen, und Depressionen litten, richtete, versprechen heute diverse Energydrinks Leistungssteigerung. Und ebenso wie einst gilt das Zucker-Koffein-Gschloder bei so manch besorgten Eltern als Teufelszeug.

Mittlerweile überlegt auch der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, ob man Red Bull und Co nicht mit einem Verkaufsverbot für unter 18-Jährige belegen sollte, wie es europäische Verbraucherschützer schon seit Jahren fordern.

Während im politisch korrekten Vorzeigestaat Schweden einige Einzelhandelsketten schon länger freiwillig


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