Kabarett Kritik

Voll auf "Placebo". Hauptsache spaßig

Lexikon | Peter Blau | aus FALTER 08/15 vom 18.02.2015

Wenn auch noch vier Vorstellungen nach dem oft grotesk überhöhten Premierenbegeisterungspegel die Stimmung überschäumt, darf konstatiert werden: Nadja Maleh bereitet ihren Fans mit ihrem neuen Solo "Placebo" ganz große Freude. Bestens. Vielleicht liegt es aber auch an dem im Verlauf des Abends viel thematisierten Placebo-Effekt? Hoffnung und Zuversicht können ja die Realität - oder zumindest ihre Wahrnehmung -beeinflussen. Kaum lässt die Comedienne ihre bereits seit Jahren mit viel Witz und präziser Wandlungsfähigkeit verkörperten Bühnenfiguren antanzen, gibt der Wächter an der Pforte zum Spaßzentrum japsend w.o. Und das, obwohl sie ihren bewährten Stammspielern inzwischen auch Blondinenund Burgenländer-Witze in die Schuhe schiebt.

Orpheum, So 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige