Kommentar Feminismus

Nachrichten aus Absurdistan: Österreich verteuert Verhütung


Barbara Tóth
Falter & Meinung | aus FALTER 09/15 vom 25.02.2015

Sogar im peinlich-komischen Kinofilm "50 Shades of Grey" ist Verhütung allgegenwärtig. Der herrische Märchenprinz Christian Grey streift sich brav ein Kondom über, bevor er seine scheue Sexsklavin Anastasia Steele besteigt. Sie muss sich vertraglich verpflichten, die Pille zu nehmen. Sex, egal welcher Art und Orientierung, soll eben safe sein. Und Verhütung für jedermann leistbar.

Die österreichische Regierung aber lässt ausgerechnet jene besonders modernen Verhütungsmethoden, die den Eingriff eines Frauenarztes benötigen, seit 1. Jänner besteuern. Wie erst jetzt - aufgrund von Recherchen des Standard - bekannt wurde, hat das Finanzministerium per Erlass schon vergangenen Herbst festgelegt, dass Spiralen und Hormonimplantate künftig umsatzsteuerpflichtig sind - und damit bald um 20 Prozent teurer werden.

Während Deutschland, Frankreich, die Niederlande oder Dänemark Verhütungsmittel vor allem für junge Menschen tendenziell billiger oder sogar gratis abgegeben, schlägt Österreich

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