Zuchtmeister in Grün

David Ellensohn, Klubchef der Wiener Grünen, erhielt das beste Ergebnis bei der Landesversammlung. Wer ist der Mann?

Politik | Porträt: Wolfgang Zwander | aus FALTER 09/15 vom 25.02.2015

Der König kämpft nicht", kommentiert ein Jungpolitiker den Auftritt von David Ellensohn bei der Landesversammlung der Wiener Grünen. Es ist der 14. Februar, Ellensohn steht auf der Bühne im Congress Center der Messe Wien. Soeben ist er mit 95,23 Prozent auf den zweiten Platz der Grünen-Liste für die Wien-Wahl im Oktober gewählt worden. Damit hat er das beste Ergebnis von allen 54 Kandidaten erzielt, besser als das von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Es sind rund 500 Teilnehmer im Saal, nach Ellensohns kurzer Dankesrede für das gute Ergebnis stehen sie in den vorderen Reihen auf und klatschen. Möglich wurde sein Triumph, weil -zum ersten Mal in Ellensohns Karriere - niemand gegen ihn antrat. Die Wiener Grünen schenkten ihrem Klubchef kampflos den sicheren Platz im Windschatten der Vizebürgermeisterin. In anderen Parteien ist das nichts Besonderes, bei den Wiener Ökos ist diese offene Anerkennung von Machtverhältnissen neu. Es ist auch ein Symbol dafür, wie sich die autoritätskritische


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