Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Alt-Erlaa: Von Wohnglück und Bescheidenheit


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 09/15 vom 25.02.2015

Harry Glück, Architekt des Wohnparks Alterlaa, wird heuer 90, dementsprechend omnipräsent ist diese zweifellos augenfälligste und nächstes Jahr 40 Jahre alte Wohnhausanlage Wiens derzeit. Und also kann man überall lesen, sehen und hören, wie groß hier die Wohnzufriedenheit sei, und wie universell da Ende der 1960er-Jahre geplant wurde: Ärztezentren, Kindergärten, Clubräume ohne Ende, Schwimmbäder, Turnsäle, Kirche, Schulen, Einkaufszentrum.

Pizzeria mit Fisch

Eh gut, und wie schaut's mit dem Essen aus? Sagen wir so: Das dürfte im Rahmen der Glückseligkeit der Bewohnerinnen und Bewohner der 3172 Wohnungen eine weniger große Rolle spielen. Denn das, was es im Einkaufszentrum an kulinarischer Versorgung gibt, ist eher unaufregend: Billa, Spar Gourmet, Anker, Radatz, ein paar Lokale und Cafés, die beim besten Willen nicht den Anspruch erheben können, zeitgemäß zu sein. Will man hier aber offenbar auch nicht, denn relativ gut besucht sind sie trotzdem.

Das Asia-Lokal Kama & Co,

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