Astronaut, grüß mir die Sterne

Die Wienerin Sandra Gugić legt mit "Astronauten" das Romandebüt der Saison vor

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 09/15 vom 25.02.2015

Alex zum Beispiel befindet sich auf Weltreise. Zumindest soll das Umfeld das glauben. Tatsächlich haben seine Eltern ihn zum wiederholten Mal auf Entzug in eine Klinik eingewiesen: ",Warum haben Sie begonnen, Drogen zu nehmen?' Wissen Sie, Dr. Soundso, ich hab versucht das Muster zu ändern, das Sie Realität nennen. Es war so schrecklich langweilig."

Die "Astronauten" von Sandra Gugić sind immer unterwegs. Auf der Flucht vor der Realität greifen sie nach den Sternen - und landen meist auf der Fresse. Die in Berlin lebende Wienerin, Jg. 1976, hat einen Großstadtroman geschrieben, der sich um ein Ensemble denkwürdiger Figuren dreht. Junkie Alex gehört ebenso dazu wie die drei Problemjugendlichen Zeno (wütend), Darko (ängstlich) und Mara (rätselhaft) sowie Maras Vater Alen und der Polizist Niko. Jede Figur hat ihre eigene Stimme, einen unverkennbaren Sound - und ihre Dämonen, die sie rastlos durch eine namenlose Großstadt treiben.

Die Kritik brandmarkt solche Figuren mitunter als


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