Seid umschlungen, Millionen!

Der Beethovenfries von Gustav Klimt gilt als Hauptwerk der Wiener Moderne. Muss er nun an die Erben der Familie Lederer restituiert werden?


Recherche: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 09/15 vom 25.02.2015


Das Thema des Beethovenfrieses von Gustav Klimt ist die Suche des Menschen nach Glück. Die ringende Seele widersteht den irdischen Versuchungen, um ins ideale Reich der Künste zu gelangen. Dieses Drama wiederholt sich nun im richtigen Leben. Neid und Gier bestimmten die Geschichte dieses Kunstwerks. Es ist zu befürchten, dass am Ende, anders als im Beethovenfries, keine erlösende Umarmung steht.

Am 6. März wird eine Entscheidung gefällt, die dazu führen könnte, dass das in der Secession ausgestellte 34,14 Meter lange und 2,15 Meter breite Bildwerk nicht mehr zum Kernbestand der Kulturnation gehört. Dann wird Clemens Jabloner, Präsident des Verwaltungsgerichtshofs, im Namen des Kunstrückgabebeirats verkünden, ob der Beethovenfries restituiert werden soll. Seit Oktober letzten Jahres arbeiten sich die Mitglieder des Beirats durch ein Dossier, das von den Historikerinnen und Historikern der Kommission für Provenienzforschung zusammengetragen wurde. Sie werden eine Empfehlung abgeben, und Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) muss dann sagen, was passiert.

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