Alijews Tod: was die Republik tun muss

Österreichs prominentester Häft ling wurde erhängt in seiner Zelle gefunden. Warum der Fall wichtig ist


Kommentar: Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 09/15 vom 25.02.2015

Rachat Alijew ist tot. Der wegen zweifachen Mordes angeklagte ehemalige kasachische Botschafter wurde am Dienstag um 7.20 Uhr in seinem "Nassraum" in seiner Einzelzelle in der Sonderkrankenstation der Justizanstalt Josefstadt aufgefunden. So weit die Nachrichtenlage bei Redaktionsschluss, am Dienstag um 10 Uhr morgens.

Alijew galt im internen Suizidpräventionsprogramm als "nicht selbstmordgefährdet" und soll sich an einer Mullbinde erhängt haben. Die Obduktion steht noch aus, die Videoaufzeichnungen wurden gesichert, die Polizei sichert, während diese Zeilen geschrieben werden, den Tatort.

Man muss hoffen, dass man diesen Abgang von Österreichs prominentesten Häftling hoffentlich bald als schaurige chronikale Meldung ablegen wird können. Der in Wien gut vernetzte kasachische Geheimdienstagent und Ex-Schwiegersohn des kasachischen Despoten Nursultan Narsabajew wird der Ermordung von zwei Bankiers in Kasachstan beschuldigt, fällt in Ungnade und erkennt in der Zelle die Ausweglosigkeit

  732 Wörter       4 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige