Her Queerness

Burlesque, Punk und Comedy: Die Schwedin Denice Bourbon mischt seit 13 Jahren Wien auf. Jetzt mit einem Minifestival

Feuilleton | Begegnung: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 09/15 vom 25.02.2015

Ich bin jetzt Schwedin von Beruf", sagt Denice Bourbon und lacht dröhnend. Kürzlich war sie als Expertin für den Song Contest im biederen ORF-Nachmittagsprogramm zu Gast, vergangene Woche holte man sie zum Thema Wintersport. "Ich habe versucht, möglichst oft das Wort Lesbe unterzubringen", erzählt Bourbon, die niemals ihre politische Agenda aus den Augen verliert. "Ich kam mir schon vor, als hätte ich Lesben-Tourette."

Denice Bourbon, 39, ist lustig, laut - und lesbisch. Sie ist Musikerin, Autorin, Performerin, kann Punk genauso wie Burlesque. Vor allem ist Bourbon ein Star. Zumindest behauptet sie das konsequent. Jetzt kuratierte die Allroundkünstlerin ("alles außer Malerei") gemeinsam mit ihrer Burlesque-Kollegin Denise Kottelett die Reihe "Straight To Hell", Wiens erstes internationales Queer-Performance-Festival.

Vor einem Jahr erschien "Cheers", die vergnügliche Autobiografie von Denice Bourbon. Beim Wiener Verlag Zaglossus und auf Englisch. Nicht weil die Schwedin, die seit


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