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Edmund Meisels deutscher "Panzerkreuzer Potemkin"

Lexikon | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015

Kommentar eigentlich überflüssig: Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" aus dem Jahr 1925 ist ein unverrückbarer Meilenstein der Filmgeschichte, der Revolutionsfilm schlechthin, dazu ein Musterbeispiel für Einsatz und Wirkung der Attraktionsmontage. Im Österreichischen Filmmuseum feiert man am Wochenende die Premiere der digital restaurierten "Wiener Fassung" des berühmten Films mit der auf Nadeltonschallplatten aufgenommenen Originalmusik, die der Komponist Edmund Meisel 1930 für seine massiv gekürzte Re-Release-Version komplett mit Klangeffekten und Dialogen erstellt hat. Dass die Matrosen nun berlinern und die Offiziere sich anhören wie Lehrer aus der "Feuerzangenbowle", ist die eine Sache, dass es sich bei dieser Restaurierung dennoch um eine kleine filmhistorische Sensation handelt, die andere. Zum Auftakt geben Martin Reinhart (Wien) und Thomas Tode (Hamburg) eine halbstündige Einführung in den Film und das Restaurierungsprojekt, dessen Ergebnisse man zeitgleich übrigens auch bereits auf einer umsichtig produzierten Doppel-DVD der Edition Filmmuseum studieren kann. Österr. Filmmuseum, Fr 20.30 +So 14.00


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