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Nackt im Museum: Rituale der Körperkünstler

Lexikon | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015

Als 1998 in der Ausstellung "Out of Actions" internationale Performancekunst aus Europa, Amerika und Asien verglichen wurde, war das eine wichtige Pionierleistung. Seither ist viel Forschung passiert. Die Sammlungspräsentation "Mein Körper ist das Ereignis" im Mumok bietet nun eine Zusammenschau von Pionierleistungen künstlerischer Aktion. Künstlerinnen wie Yoko Ono, Valie Export oder Carolee Schneemann wandten sich in den 1960er-und 1970er-Jahren vom historisch als männlich konnotierten Tafelbild ab und übten gesellschaftspolitische Kritik. Häufig verwendeten sie dafür ihren eigenen Körper als Material. Das Mumok liefert nun interessante Gegenüberstellungen, etwa deryyays rituellen Praktiken des Wiener Aktionisten Rudolf Schwarzkogler mit den schamanistischen Anklängen im Werk der ebenfalls jung verstorbenen Kubanerin Ana Mendieta. NS Mumok; ab 6.3.


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