"Moralisch und ethisch nicht verantwortbar?"

Als in Deutschland ein Kind an Masern starb, starteten Impfbefürworter eine Kampagne gegen Impfskeptiker

Stadtleben | Analyse: Kurt Langbein | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015

Seit in Deutschland der Tod eines eineinhalbjährigen Kindes in der Berliner Charité mit einer Maserninfektion in Zusammenhang gebracht wird, stehen die Zeichen der Impflobby auf Sturm. Bereits vor dem Todesfall hatte die deutsche Bundesregierung angesichts von 500 neuen Maserninfektionen Pläne bekanntgegeben, wonach Eltern vor der Anmeldung ihrer Kinder für eine Kindertagesstätte gesetzlich zu einer ärztlichen Impfberatung verpflichtet werden sollen. Wenn auch dann die Impfbereitschaft nicht steige, sagte SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach zur Welt am Sonntag, "muss eine Impfpflicht für Kleinkinder der nächste Schritt sein".

Ähnliches forderten auch Journalisten in Tageszeitungen und im ORF von Österreichs Politikern. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser blieb bislang gelassen, sie will zweifelnde Eltern von den Vorteilen der Impfungen überzeugen. Anders Pharmig-Mann Jan Oliver Huber, Sprecher der Impfstoffhersteller: Sollten "unterschiedlich motivierte Impfgegner weiterhin


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