Kolumne Außenpolitik

Das griechische Drama von der uneuropäischen Lösung


RAIMUND LÖW
Falter & Meinung | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015

Nie zuvor haben so viele deutsche Abgeordnete für eine Euro-Hilfsaktion gestimmt wie bei der Verlängerung des Griechenlandprogramms. Mit Rücksicht auf die Syriza-Regierung in Athen schloss sich erstmals auch die Die Linke der proeuropäischen Mehrheit an. Es gab 541 Befürworter und 32 Nein-Stimmen. Die deutschen Konservativen stimmten im Gleichklang mit Syriza in Athen. 145 linksalternative Syriza-Abgeordnete waren bei der Fraktionssitzung für den deutsch-griechischen Kompromiss.

Alexis Tsipras hat vier Monate Zeit, um unter dem Schutz der Europartner seine Pläne zu konkretisieren. Von außen betrachtet ein schönes Beispiel europäischer Solidarität. Aber die Wirklichkeit ist anders. Nie zuvor war die Stimmung so aufgeheizt zwischen Deutschen und Griechen. "Keine weiteren Milliarden für die gierigen Griechen", übertitelte die Bild eine Hetzkampagne. Der beleidigende Ton zieht sich durch die deutsche Presse. Dabei wird diesmal kein neues Geld gebraucht. Es geht um die Verlängerung

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