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Wenn Mäuschen über Preisträgerkunst huschen

Lexikon | NS | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015

Als der US-Künstler Bruce Nauman von der Jury gefragt wurde, ob er den mit 55.000 Euro dotierten Friedrich-Kiesler-Preis 2014 annimmt, antwortete er auf seine typisch lakonische Weise: "It makes sense", ließ der zurückgezogen auf einer Ranch in New Mexico lebende Kunststar wissen. Nun werden in der Kiesler Stifung großformatige Zeichnungen zu Naumans Installationen ausgestellt. Zu sehen ist auch die 2002 entstandene Videoarbeit "Mapping the Studio", für die Infrarotkameras das nächtliche Treiben der Mäuse und Motten im Atelier aufgezeichnet haben. Mit diesen Raumaufnahmen, die Überwachungstechnik und klandestines Tierleben zusammenbringen, hat Nauman seiner Hinterfragung des Ateliers ein humorvolles Kapitel hinzugefügt.

Kiesler Stiftung; bis 23.5.


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