Dummheit ist auch erlaubt

fisch+fleisch ist das umstrittenste Start-up der heimischen Medienszene. Warum eigentlich?

Medien | BERICHT & ANALYSE: WOLFGANG ZWANDER | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015


fisch+fleisch-Gründerin Jelincic mit ihrem Neo-Investor Günter Kerbler (Foto: Heribert Corn)

fisch+fleisch-Gründerin Jelincic mit ihrem Neo-Investor Günter Kerbler (Foto: Heribert Corn)

Eltern kennen das. Es gibt Phasen, in denen Babys einfach nicht schlafen wollen. Sie wachen jede halbe Stunde auf, quengeln, strampeln, schreien. Für Mamas und Papas ist das oft mühevoll und auch quälend. Vor eineinhalb Jahren, sagt die Journalistin Silvia Jelincic, 36, sei es bei ihr zu Hause genau so zugegangen. Der Nachwuchs war frisch auf der Welt, und an ein paar Stunden durchgehenden Schlaf sei nicht zu denken gewesen.

Irgendwann sei sie dann in der Nacht fast gar nicht mehr zur Ruhe gekommen. In den kurzen Pausen, die ihr das Baby gelassen habe, sei sie im Internet auf Blogs in aller Welt herumgesurft. Auf medium.com etwa oder auf Gawker, auf blog.de oder auch einfach nur bei der Huffington Post. Und auf vielen anderen, vor allem kleinen amerikanischen Seiten. Und je mehr sich Jelincic mit diesen Onlinemedien beschäftigte, je mehr sie sich für ihre Funktionsweise zu interessieren begann, desto intensiver dachte sie darüber nach, ihr eigenes Experiment im Internet zu starten. Verstärkt wurde der Wunsch noch dadurch, dass die Format-Journalistin während ihrer Babykarenz zurückgezogen im Waldviertel lebte und davon träumte, beruflich von zuhause aus etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.


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