"Ich finde es schön, wenn Leute weinen"

Der österreichische Songwriter-Kuschelboy Bernhard Eder hat schlechten Schlaf in gute Musik verwandelt

Feuilleton | PORTRÄT: GERHARD STÖGER | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015

Bernhard Eder hat die Nacht vorm Interview acht Stunden geschlafen. Die Nächte davor war es genauso, was gut ist, weil es genau die Menge ist, die sein Körper braucht. Schlafgewohnheiten sind nicht das naheliegendste Thema beim Gespräch mit einem Musiker. Es sei denn, dieser Musiker veröffentlicht demnächst ein neues Album, das "Nonsleeper" heißt.

Genau das macht Bernhard Eder. "Nonsleeper" hält er in erster Linie für ein schönes Wort und in zweiter Linie für einen guten Plattentitel. In dritter Linie steckt da auch ein Stück persönliche Geschichte drin. Nach dem Ende einer langjährigen Beziehung plagten den seit vielen Jahren in Wien lebenden Oberösterreicher über einen längeren Zeitraum tatsächlich massive Schlafstörungen. Die Trennung führte 2012 zum Konzeptalbum "Post Breakup Coffee"; die nächtliche Unruhe findet jetzt im Albumtitel und dem gleichnamigen Lied ihren Niederschlag.

Eder ist kein Tagebuchvertoner, Selbsterlebtes und -gefühltes spielt in seinen Liedern


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