Wir sind gleichgestellt? Von wegen!

Am 8. März ist Weltfrauentag. Wo herrscht am meisten Geschlechterungerechtigkeit? Ein neuer Index zeigt es


RECHERCHE: BARBARA TÓTH
Politik | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015

Was fehlt Frauen zur Gleichberechtigung? Das haben sich auch die Forscherinnen des Wirtschaftsforschungsinstituts und das Arbeitsmarktservice Österreich zum Frauentag am 8. März gefragt. Als Antwort präsentieren sie erstmals einen "Gleichstellungsindex", der zeigt, wie unterschiedlich Männer und Frauen bei Arbeit, Einkommen, Bildung und Familie behandelt werden (siehe Grafik unten). In Wien lebt es sich als Frau am gleichberechtigsten. Bildung wird zum Problemthema für Männer. Die anderen Zahlen dieser Seite stammen aus dem Falter-Schwerpunktheft "Feminismus", zu bestellen unter faltershop.at/feminismus. F

39 Prozent weniger Bruttojahreseinkommen hatten unselbstständig beschäftigte Frauen gegenüber Männern im Jahr 2010. Dieser Einkommensunterschied ist etwa zur Hälfte die Folge einer geringeren Arbeitszeit der Frauen (Wochen-und/oder Jahresarbeitszeit) und zur weiteren Hälfte eine Folge geringerer Stundenlöhne (Gender Pay Gap).

Jede 2. junge Frau macht heute Matura. Vor 20 Jahren

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